Claviorganum

Spätestens ab dem 16. Jahrhundert gibt es mit einem Orgelteil kombinierte besaitete Tasteninstrumente. Diese Claviorgana erscheinen uns in den verschiedensten Typen: als Clavichord mit Orgelunterteil, als kleines 4'-Spinett mit eingebauter Orgel, als 8'-Spinett mit Orgel, als ein- oder zweimanualiges Cembalo mit Orgelunterteil in verschiedener Art, teils der Cembaloform folgend, teils sich rechteckig von ihr absetzend; sogar ein Geigenwerk mit Orgel wird 1657 von Caspar Schott beschrieben. In Italien, Österreich, Deutschland, England und Frankreich wurden bis ins späte 18. Jahrhundert hinein Claviorgana gebaut.

Dieses Claviorganum kommt aus der Werkstatt Matthias Griewisch, Bammental (Cembalo), sowie der Werkstatt Friedrich Lieb, Bietigheim-Bissingen (Orgel). Es setzt sich zusammen aus einem einmanualigen italienischen Cembalo nach Aelpidio Gregori sowie einer Truhenorgel mit Gedackt 8' und Flöte 4'. Beide Instrumente sind durch Verschieben der Klaviatur sowohl einzeln als auch gekoppelt spielbar.

Claviorganum deutsch/italienisch Cembalo 8'8' Orgel 8'4' C-d'''